Arbeitsblätter: Braucht es Regeln für das Internet?

Wie lange darf ich im Internet surfen? Warum brauche ich überhaupt Regeln? Und was tun, wenn im Klassenchat plötzlich jemand beleidigt oder bloßgestellt wird? Fragen wie diese beschäftigen Kinder und Jugendliche ebenso wie Eltern und Lehrkräfte. Die Kinderwebseite HanisauLand der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) greift diese Themen in zwei Unterrichtsmaterialien zur Medienkompetenz auf. Die Arbeitsblätter „Regeln für das Internet? Deine Meinung ist gefragt!“ für die Klassenstufen 3 und 4 sowie „Der Klassenchat – klasse oder nervig?“ für die Klassenstufen 5 bis 8 beschäftigen sich mit einem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien und regen zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven an.

Cœur fondant

Ein gefährliches Ungetüm, ein verschneiter Wald und ein kleiner Maulwurf, der sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt. Was zunächst nach einer klassischen Abenteuergeschichte klingt, entpuppt sich schnell als eine Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und die Frage, wie sehr wir uns von unserem ersten Eindruck täuschen lassen. Genau damit beschäftigt sich der elfminütige Animationsfilm „Cœur fondant“ von Benoît Chieux aus dem Jahr 2019. Das Filmbildungsportal kinofenster.de stellt den Kurzfilm zusammen mit einer Filmbesprechung und begleitenden Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, die sich insbesondere für den Einsatz in der Grundschule eignen.Der Film selbst kann kostenlos über die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) angeschaut werden.

Roblox – Tipps für Jugendliche

Nur noch eine Runde, schnell ein paar Robux kaufen und dann noch eine Nachricht im Chat beantworten. Was zunächst nach einem ganz normalen Nachmittag auf Roblox klingt, kann auch mit einigen Risiken verbunden sein. Denn auf der beliebten Spieleplattform können Nutzer:innen nicht nur zahlreiche virtuelle Welten erkunden und eigene Spiele entwickeln, sondern auch mit anderen Menschen in Kontakt treten und echtes Geld ausgeben. Doch worauf sollten insbesondere jüngere Spieler:innen achten? Antworten darauf liefert der vorliegende Flyer von klicksafe, der sich gezielt an Jugendliche richtet und ihnen praktische Hilfestellungen für einen sicheren Umgang mit der Plattform bietet.

Cyber-Mobbing: Wenn Kinder online gemobbt werden

Ein verletzender Kommentar, ein weitergeleitetes Foto oder eine abwertende Nachricht können sich innerhalb kurzer Zeit über Messenger, Soziale Netzwerke oder Gruppenchats verbreiten. Für Betroffene endet die Situation dabei häufig nicht mit dem Verlassen des Schulhofs oder des Vereins, denn digitale Angriffe erreichen sie auch zu Hause. Der vorliegende Ratgeber von klicksafe und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz „Cyber-Mobbing: Wenn Kinder online gemobbt werden. Warnsignale erkennen und richtig reagieren“ greift diese Besonderheiten auf und unterstützt Eltern und Pädagog:innen dabei, Cyber-Mobbing früh zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und Kinder im Umgang mit digitalen Konflikten zu stärken. Neben möglichen Warnsignalen und Maßnahmen zur Prävention thematisiert die Broschüre auch konkrete Handlungsschritte im Ernstfall, rechtliche Möglichkeiten sowie Beratungs- und Meldestellen.

Through Children’s Eyes. How digital technologies enable child sexual abuse

Soziale Medien, Messenger oder Online-Games sind für Kinder und Jugendliche selbstverständliche Orte für Austausch, Unterhaltung und soziale Beziehungen. Gleichzeitig können User:innen genau diese digitalen Räume nutzen, um Grenzen zu überschreiten, Vertrauen auszunutzen oder sexualisierte Gewalt anzubahnen. Wie solche Erfahrungen aus Sicht betroffener Kinder und Jugendlicher aussehen, hat das UNICEF Office of Strategy and Evidence – Innocenti im vorliegenden Bericht „Through Children’s Eyes. How digital technologies enable child sexual abuse“ untersucht und zusammengefasst. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Frage, welchen Formen sexualisierter Gewalt junge Menschen im digitalen Raum begegnen, sondern auch, welche Rolle Plattformen, soziale Beziehungen und bestehende Hilfsangebote dabei spielen.

Escape Fake – Game App

Fake News, Deep Fake, Phishing oder Manipulation – bekannte Themen, wenn es um die Nutzung von digitalen Medien geht. Um nicht jeder Schlagzeile direkt Vertrauen zu schenken, benötigt es einen geschulten Blick. Das interaktive Augmented-Reality-Spiel von Polycular namens „Escape Fake“ will daher diesen Blick schärfen. Es nähert sich den genannten Themen mit einem spielerischen Zugang, denn es erinnert vom Aufbau her an einen Escape Room.